Von der Salzwiese auf den Teller: Unsere Galloways und warum man Sylt schmeckt
Moin!
Wer bei uns in Keitum im Sommer Richtung Watt spaziert, kennt den Anblick: Zwischen Prielen und flachem Grün stehen zottelige, dunkle Rinder im Wind. Das sind unsere Galloways. Und weil wir oft gefragt werden, was eigentlich hinter dem Namen „Von Sylter Salzwiesen“ steckt, erzählen wir es hier einmal in Ruhe.
Eine Geschichte, die in Schottland beginnt
1987 holte Sönkes Vater, Dr. Claus Andersen, der 35 Jahre lang Tierarzt auf Sylt war, die ersten Galloways aus Roxburghshire in Schottland auf die Insel. Zwei Jahre später, 1989, begann Sönke mit der eigenen Zucht. Seitdem führen wir sie als Herdbuchzucht unter dem Namen „Von Sylter Salzwiesen“.
Herdbuch heißt: Jedes unserer Tiere lässt sich bis zu seinem Ursprung zurückverfolgen. Die Rasse wurde nie mit anderen gekreuzt oder „optimiert“. Was bei uns auf der Weide steht, ist Galloway, wie es sein soll: robust, genügsam und ganz natürlich.
Warum ausgerechnet Galloways?
Galloways stammen aus dem rauen Südwesten Schottlands und sind für ein Klima wie unseres gemacht. Ihr dichtes, doppeltes Fell hält Wind, Regen und Kälte ab. Deshalb brauchen sie keinen Stall und können das ganze Jahr draußen leben.
Außerdem wachsen Galloways langsam. Was für einen Mastbetrieb ein Nachteil wäre, ist für den Geschmack ein Geschenk: Das Fleisch hat Zeit, sich zu entwickeln. Es wird feinfaserig, schön marmoriert und bekommt ein kräftiges, rundes Aroma.
Die Salzwiese: Futter, das die Nordsee düngt
Das Besondere an unseren Weiden ist ihre Lage. Die Salzwiesen an der Sylter Wattseite werden regelmäßig von der Nordsee überflutet. Jede Flut bringt Mineralien und Nährstoffe mit und lässt sie im Boden zurück. Hier wachsen salztolerante Gräser und Kräuter, die es so nur am Meer gibt.
Unsere Galloways fressen, was die Natur ihnen dort wachsen lässt. Und genau das schmeckt man später. In Frankreich ist Fleisch von Salzwiesen als „pré-salé“ eine gefragte Spezialität. Wir finden: Das Sylter Original muss sich dahinter nicht verstecken.
Nebenbei tun die Tiere auch der Landschaft gut. Durch die Beweidung bleiben die Salzwiesen offen und vielfältig, was vielen Pflanzen und Vögeln zugutekommt.
Vom ersten bis zum letzten Tag draußen
Bei uns lebt die Herde in natürlicher Mutterkuhhaltung. Unser Zuchtbulle läuft mit der Herde, die Kühe kalben unter freiem Himmel, und die Kälber wachsen bei ihren Müttern auf. Vom ersten Lebenstag bis zum Tag der Schlachtung sind die Tiere draußen.
Geschlachtet und verarbeitet wird bei uns auf dem Hof in Keitum, ohne lange Transportwege. So bleibt es stressfrei für die Tiere. Und ihr wisst genau, woher euer Fleisch kommt!.
Das Salzwiesen-Paket: Einmal quer durch das Galloway-Rind
Wer unser Galloway-Fleisch richtig kennenlernen möchte, für den haben wir das Salzwiesen-Paket zusammengestellt. Es enthält die Stücke, die zeigen, was das Galloway kann, vom schnellen Steak bis zum langsam geschmorten Sonntagsbraten:
- 4 Rinderrouladen (ca. 800 g)
- 2× Rindergulasch (je ca. 750 g)
- 2 Rumpsteaks (ca. 650 g)
- 1 Rinderbraten (ca. 1,5 kg)
- 1 Gewürzmischung aus unserer Manufaktur
Das Paket reicht für mehrere Familienessen und passt perfekt in die Jahreszeit, in der die Schmortöpfe wieder auf den Herd kommen.
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So holt ihr das Beste aus dem Fleisch
Rumpsteak: Etwa 30 Minuten vorher aus dem Kühlschrank nehmen. In einer sehr heißen Pfanne von beiden Seiten kräftig anbraten, danach ein paar Minuten ruhen lassen. Salz und Pfeffer erst ganz zum Schluss. Mehr braucht gutes Galloway nicht.
Rouladen: Der Klassiker für den Herbst. Dünn mit Senf bestreichen, mit Speck, Zwiebeln und Gewürzgurke füllen, aufrollen und anbraten. Dann mit Rotwein und Brühe ablöschen und 1,5 bis 2 Stunden sanft schmoren lassen.
Gulasch: Zwiebeln großzügig anschwitzen, das Fleisch portionsweise scharf anbraten und dann gut 2 Stunden schmoren. Galloway-Gulasch verzeiht keine Eile, belohnt aber jede Minute Geduld.
Rinderbraten: Rundum anbraten, mit Wurzelgemüse in den Bräter legen, angießen und bei niedriger Temperatur langsam garen. Unsere Gewürzmischung aus dem Paket gibt dem Ganzen den letzten Schliff.
Kommt vorbei oder lasst es euch schicken
Ihr seid auf der Insel? Dann schaut gern bei uns im Hofladen in Keitum vorbei, direkt am Bahnhof. Wer nicht auf Sylt ist, bestellt einfach online. Wir versenden gekühlt, und ab 120 € ist der Versand kostenlos.
Wir freuen uns, wenn ein Stück Sylter Salzwiese bei euch auf dem Tisch landet.
Sönke und Bleicke Andersen von der Sylter Landschlachterei